30.12.2015

Captura Insolvenz

Captura GmbH - Insolvenzverwalter zeigt Masseunzulänglichkeit an

In dem am 17.12.2015 eröffneten Insolvenzverfahren der Captura GmbH hat der Insolvenzverwalter am 21.12.2015 angezeigt, dass Masseunzulänglichkeit vorliegt.

Die Captura GmbH begab Nachrang-Darlehen und Inhaberschuldverschreibungen mit kurzen Laufzeiten und hohe Zinsversprechen. Mit den Anlegergeldern sollten anschließend Immobilienprojekte im Bereich Wohnraum-Immobilien realisiert werden.

Im September 2015 musste die Captura den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen, welches im Dezember eröffnet wurde. Nur wenige Tage danach stellt nun der Insolvenzverwalter fest, dass das vorhandene Vermögen der Captura nicht ausreichen wird, selbst die Masseverbindlichkeiten zu decken.

Zu den Masseverbindlichkeiten gehören die Kosten des Verfahrens sowie Verbindlichkeiten, die während des Insolvenzverfahrens begründet werden, um z.B. noch laufende Geschäfte abzuwickeln.

Die Masseunzulänglichkeit hat zur Folge, dass selbst Gläubiger, die eine Forderung im Range des § 38 InsO - also eine normale Insolvenzforderung - innehaben, voraussichtlich mit dieser im Insolvenzverfahren ausfallen werden. Auf die Zahlung einer Quote auf nachrangige Forderungen können die Anleger nun nicht mehr zu hoffen. Die bei der Captura GmbH angelegten Gelder dürften damit endgültig verloren sein.

Trotz allem sollten die Anleger ihre Forderungen im Insolvenzverfahren termingerecht zur Tabelle anmelden. So müssen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens die Forderungen der Gläubiger innerhalb der gesetzten Frist ausreichend konkretisiert angemeldet werden, so dass eine Prüfung durch den Insolvenzverwalter möglich ist.

Gleichzeitig wäre zu prüfen, ob gegebenenfalls Ansprüche gegen Dritte (Geschäftsführer, Treuhänder, Vertrieb) bestehen. So wären Schadensersatzansprüche denkbar, wenn der Anleger im Rahmen der Beratung zur Zeichnung der Kapitalanlage nicht hinreichend über die mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken aufgeklärt wurde. Er wäre dann so zu stellen, wie er stände, hätte er die Kapitalanlage nicht gezeichnet, und bekäme alle seine eingezahlten Gelder zurück.

Bei Rückfragen steht Ihnen Rechtsanwalt Torsten Geißler zur Verfügung.

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