23.12.2014

Frankonia - Deltoton: Razzia und Festnahmen

Bei der Gesellschaft Frankonia, später Deltoton wurden nach Mitteilung der Main Post und der Staatsanwaltschaft Würzburg am 18.12.2014 unter anderem am Firmensitz in Dettelbach wegen des Verdachts des Anlagebetrugs in Millionenhöhe in Bayern und Hessen insgesamt 26 Objekte durchsucht. Dabei stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher. Fünf Beschuldigte befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

 

Die Staatsanwaltschaft Würzburg teilte hierzu mit:

 

Den Beschuldigten liegt zur Last, eine Vielzahl von Kapitalanlegern geschädigt zu haben, die seit Ende der 1990er Jahre eine atypische stille Beteiligung an drei im Landgerichtsbezirk Würzburg ansässigen Gesellschaften erworben haben. Zu diesem Zweck sollen die Beschuldigten im Zusammenwirken mit weiteren Personen eine Vielzahl von Gesellschaften im In- und Ausland gegründet haben, über die in der Folge die von den Anlegern einbezahlten Gelder hin- und hergeschoben wurden, bis diese letztlich entgegen ihrem ursprünglichen Zweck zumindest teilweise den Beschuldigten zuflossen. Hierdurch sollen nach derzeitigem Ermittlungsstand rund 30.000 Anleger geschädigt worden sein. Die Höhe des im Raum stehenden Gesamtschadens dürfte sich im zweistelligen Millionenbereich bewegen.

 

Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg hat Haftbefehle gegen alle fünf Beschuldigten erlassen. Diese wurden im Rahmen der Durchsuchungsaktion bzw. kurz darauf festgenommen und in verschiedene bayerische Justizvollzugsanstalten verbracht. Die Auswertung des umfangreichen sichergestellten Beweismaterials wird voraussichtlich geraume Zeit in Anspruch nehmen.

 

Vor den Beteiligungen an der Frankonia, später Deltoton, wurde schon seit Jahren gewarnt. Das angeblich sichere Kapitalanlagemodell zur Altersvorsorge war alles andere als sicher.

 

Für die Anleger bleibt nun prüfen zu lassen, ob noch Ansprüche gegen die Verantwortlichen erfolgreich durchgesetzt werden können. Hierzu werden die Ergebnisse der Ermittlungen hoffentlich positiv beitragen.

 

Ansprechpartner in unserer Kanzlei ist Rechtsanwalt Torsten Geißler, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

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